Evangelium/Mission

Aus BiblicalWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

"Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber sind wenige; bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte." (Matthäus 9,37f)

Der Auftrag des Herrn, "so sende ich auch Euch" (Johannes 20,21) hat auch (oder insbesondere) heute seine Gültigkeit. In den "Zeiten des allgemeinen Niedergangs" ist der Dienst an Menschen, die auf Ihr sicheres Verderben zugehen, die Verkündigung des Evangeliums des Heils in Jesus Christus ein wichtiger Teil des gesunden Christenlebens und Voraussetzung für "Gemeindewachstum" im positiven Sinne. Und, einfach gesagt, Aufgabe eines Jeden von uns! Es ist der Herr Jesus selbst, der Seelen zu sich ziehen kann, doch bemühen wir uns, nützliche Arbeiter in Seiner Ernte zu sein.

Als Arbeiter in Seiner Ernte...

..sind wir erfüllt von Seinem Werk auf Golgatha

"...denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden." (Petrus und Johannes in Apostelgeschichte 4,20)

"Eine herrliche Tatsache: Es gibt eine Erlösung! Ah, meine Freunde, wie bin ich froh, dass ich so eine schöne Botschaft habe! ... Wie bin ich glücklich, dass ich von der wunderbaren großen Tatsache reden darf: Es gibt eine Erlösung von der Macht der Finsternis!"(1)

Finden diese Worte in unserem Herzen Wiederklang? Prägt diese Dankbarkeit für die "unaussprechliche Gabe" (2.Korinther 9,15) unser Leben und unsere Worte? Die wunderbare Tatsache der Rettung in Jesus Christus, die diesen Männern das Schweigen unmöglich machte, durften wir ebenfalls erfahren! Sicher kennt jeder von uns den Gedanken "was soll ich denen denn sagen" oder "werden sie es annehmen", wenn aber diese Gedanken unsere Herzen bewegen (und Wort und Tat das auch authentisch zeigen), kann der Herr uns schenken, dass wir nicht nur eine beliebige, sondern die Botschaft weitergeben.

...arbeiten wir in selbstloser Abhängigkeit von ihm

Als Arbeiter des "Herrn der Ernte" führen wir unsere Aufgabe in seinem Auftrag und nach seiner Maßgabe aus. Unabhängigkeit von Seiner Aufgabenstellung kann die Frucht mindern und dazu führen, dass "Scheinfrucht" ohne bleibenden Segen (Lukas 8,6) aus unserer Arbeit für ihn hervorgeht. Denn nur der Herr kennt die Herzen und ihren Schlüssel.

Es mag sein, dass wir eine aus unserer Sicht nur kleine Aufgabe erfüllen sollen, welche uns evtl. auch zu passiv erscheint. Doch der Herr hat sein Ziel! Ein Beispiel finden wir in der bekannten Begebenheit der so genannten Arche Noah (1.Mose 6-8). Dort lesen wir, dass Noah genau das tat, was "Gott ihm geboten hatte" (1.Mose 7,5), dann "kamen zwei und zwei zu Noah in die Arche" (Vers 9), Gott selbst führte sie in Sicherheit! Lasst uns einfach und treu das tun, was der Herr uns sagt, dann werden wir "Arbeiter in seiner Ernte" sein!

...geben wir nicht so schnell auf

Wir wissen durch Gottes Wort, was auf die Menschheit zukommt. Neben der Gnade (die wir genießen dürfen) sollten wir auch an das denken, was ungläubige Menschen nach der Gnadenzeit "genießen" müssen. "Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen" (2.Korinther 5,11). Könnten wir heute guten Gewissens sagen, dass wir uns genug um unsere Nachbarn oder Arbeitskollegen "gekümmert" haben? Nutzen wir die Zeit "so lange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann." (Johannes 9,4).

Hesekiel 3,18f zeigt uns hier auch deutlich die Pflicht und Grenze auf: "Wenn ich zu dem Gesetzlosen spreche: Du sollst gewißlich sterben! und du warnst ihn nicht und redest nicht, um den Gesetzlosen vor seinem gesetzlosen Wege zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, der Gesetzlose, wegen seiner Ungerechtigkeit sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Wenn du aber den Gesetzlosen warnst, und er kehrt nicht um von seiner Gesetzlosigkeit und von seinem gesetzlosen Wege, so wird er wegen seiner Ungerechtigkeit sterben; du aber hast deine Seele errettet."


(1) Quelle: (c) Aussaat und Schriftenmissions-Verlag GmbH, Wilhelm Busch: "Jesus unser Schicksal", S.39


Weiterführende Literatur

VdHS: "Missionsarbeit einmal anders"

Persönliche Werkzeuge